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Posted on August 31st, 2007 by delijha.
Categories: buecherwahn, maerchenwolken.
ich bin regelrecht erschrocken vor ein paar minuten. ich wuerde von mir behaupten, dass ich ein ziemlich realistisch denkender mensch bin. ich bin zwar oftmals impulsiv und leicht zu begeistern fuer (vermeintlich) grosse ideen, aber genauso schnell rufe ich mir auch wieder die realitaet ins gedaechtnis. das dann immer eine art wehmut bleibt, nicht der draufgaenger zu sein und nicht der risikomensch zu sein, nervt mich etwas, aber hat mich sicher auch schon vor unheil bewahrt.
ich schwafel schon wieder… wie ueblich.
was mich erschrocken hat, ist etwas, was ich einem blog gelesen habe. letztens hab ich ja schon berichtet, dass ich durch zufall auf den ersten teil der “chroniken der anderwelten” gestossen bin und regelrecht fasziniert war. die faszination haelt bis heute an und obwohl ich mir weitere amazon-bestellungen selbst verboten habe, weil mein SuB (stapel ungelesener buecher) epische ausmasse annimmt, muss ich einfach die anderen teile bestellen.
zumindest bin ich so auf den blog des authors gestossen und lese schon seit gestern immer mal wieder. gefesselt hat mich gerade jener eintrag: Inspiration.
ein paar mal nickte ich in gedanken und spaetestens bei folgendem abschnitt dachte mir: wie? es geht noch jemandem so? gibts noch mehr von uns? sind viele von dieser unruhe getrieben?
“Die Welt, die ich derzeit am meisten liebe, ist die Welt der epischen Fantasy. Zwar lese ich Martin lieber als Tolkien, weil ersterer den besseren Plot und die besseren Charaktere hat, aber Tolkiens Welt ist der meinen näher. Elfen, Zwerge, Drachen und andere magische Kreatürlichkeiten haben es mir angetan. Verwunschene Schlösser, in denen Prinzessinnen auf ihre Rettung warten, geheimnisvolle Wälder die tausend Gefahren in sich bergen ebenso wie hilfreiche Feen und Geister. Wenn es mir in der realen Welt schlecht geht, wird diese Welt in mir stärker. Gelegentlich wird sie gar übermächtig. Es ist ein seltsames Gefühl, es ist wie Heimweh. Als gehörte ich gar nicht hierher. Was natürlich Unsinn ist. Aber der Druck ist da. Bedrückung, wie eine offene Wunde. Sehnsucht nach Heimat und Frieden.”
Quelle: Inspiration
ich hab mich oft gefragt, wo dieses gefuehl herkommt – ich kann es auch nicht anders beschreiben – als waere man in die falsche zeit oder welt geboren. manchmal sieht man unklar, seine “richtige” welt vor dem inneren augen vorbeihuschen, mitten im alltag. dann entgleitet sie einem wieder sofort. mir geht es meist nicht schlecht, wenn dieses “fernweh” kommt, es ist eher, wenn ich rastlos durch stress bin, dieses “die welt ist ungerecht”-gefuehl habe oder aber so gluecklich und entspannt bin, dass der verstand fliegen koennte.
ich vermute, dieser eintrag hier, wird mich endgueltig zum freak abstempeln, aber die dinge sind, wie sie sind. ich hab ein fantasymonster in mir und es wurde direkt freigelassen, als ich mich in den 90ern entschied, erstmal genug horror gelesen zu haben (es gab nichts mehr, was einen noch irgendwie ueberraschen konnte). ich las fantasy und spielte mein erstes fantasy pc game. bis heute hab ich beides beibehalten, obwohl ich fuers spielen nicht mehr soviel zeit habe und auch dieses phantastische gefuehl, dass ich beim ersten erstellen meiner elfen zauberin hatte, lange nicht mehr so intensiv ist, wie damals. zum lesen nahm ich mir nicht mehr soviel zeit. der drang zum buecher kaufen blieb allerdings ueber all die jahre. es ist irgendwie so ein befriedigendes gefuehl, neue buecher in der hand zu halten, mit neuen welten, in denen ich mich irgendwie zuhause fuehlen kann. klingt strange, aber ich kann es einfach absolut nicht besser erklaeren.
die letzten wochen habe ich vermehrt gelesen und wieder gemerkt, wie es mich inspiriert. wie es mich an mein “buch” denken laesst. ich denke mit scham zurueck: ich war 15 und schrieb 100 seiten, legte das “skript” dann fuer 2 jahre beiseite. ich fand mich laecherlich. zu jung, zu dumm, zu unerfahren. und ich hatte angst. angst, ungewollt irgendwo abzukupfern, unlogisch zu werden, kein sprachtalent zu haben – mehr von mir zu halten, als ich eigentlich bin (bin mit grossen ego ausgestattet, hehe). nach 2 jahren las ich das ding nochmal durch und war mir sicher, mich selbst zu belaecheln (ich kenn das, wenn ich mir tagebuecher von frueher durchlese, es befaellt einen eine art scham vor sich selbst) – nichts der gleichen passierte – ich war sofort wieder drin, spann weiter und war gerade zu fiebrig.
half trotzdem nix. bis heute bleibt der gedanke, es nicht schaffen zu koennen ( immer noch: zu jung, zu dumm, zu unerfahren). an den regeln zu scheitern, an mir selbst zu scheitern. nich mehr so kreativ zu sein wie frueher. immer wieder der punkt: gabs das nich alles schon? man sitzt da und der kopf haelt die eigene kreativitaet gefangen. man guckt quasi von aussen zu, wie sie da drin hockt und langeweile schiebt, ungeduldig wird und dann verdraengt man sie wieder.
peter lancester hat mich mit “das blaue portal” dann wieder drauf gebracht, dass man was voellig neues erschaffen kann. wie gesagt, ich kenn tonnenweise fantasy, aber das ist einfach phaenomenal anders… auf irgendeine art und weise.
ist es also doch machbar? hmmm… ich weiss es nicht. man versteckt sich hinter dem alltag: zuviel zu tun, zu wenig zeit und am ende sind es doch die selbstzweifel, das nicht so hinzubekommen, wie mans gerne haette (wie andere es wollen) – nicht zu wissen, wo man anfangen soll (recherche usw gehoert halt einfach dazu) und zu der erkenntnis zu gelangen, dass das baby einfach zu gross fuer einen ist.
mal davon abgesehen, dass die 100 seiten, die bei meinen eltern auf dem dachboden liegen, horror sind… ziemlich morbide. ich wuerd das heute nicht mehr schreiben – oder doch?
Posted on August 30th, 2007 by delijha.
Categories: dialoge.
xyz: entweder traut man dem andere zu das er es kann und dass er fragt wenn was ist oder man macht es selber
ich: deshalb brauch ich auch einen balkon
ich: um zum volk zu sprechen
ich: “wuerdet ihr bitte alle mal klarkommen und euch um euren eigenen mist kuemmern”
xyz: du sagst es – ich dachte immer das wäre selbstverständlich. scheine mich aber geirrt zu haben
ich: nee, ich kapiers auch nich…wahrscheinlich schlaegt da das “wichtigmach-gen” durch
ich: sie sind vermutlich nich mal selber schuld
ich: die gene…. es sind die gene
ich: nicke bitte verstaendnisvoll
Posted on August 30th, 2007 by delijha.
Categories: deli-at-work, tagesaktuell.
heute is ein gefuehlter freitag. ich wachte heute morgen schon mit diesem freitagsgefuehl auf. knochen schmerzten ich war einfach totmuede – das bin ich zwar fast immer zu so unschoenen aufstehzeiten, aber heute wars mal wieder echt schlimm… saß gestern auch viel zu lange vorm rechner, um meine neuestes sinnloses “projekt” zu bearbeiten.
ich denke, fuer viele gibs nix langweiligeres als buecher, deswegen schweife ich hier jetzt auch nich mehr weiter aus: ich erstell mir grad n eigenes wiki als archiv meiner buecher… muss man sicher nicht haben, ich finds aber geil.
haette ich viell. doch bibliothekarin werden sollen? nee, sicher nicht. ich will ja nur selber eine haben… dafuer muesste ich aber wohl mal in ne burg umziehen – was ich mir da vorstelle, is in normalen wohnungen nicht umsetzbar. nein, nicht mal bei unseren 4m deckenhoehe.
was schwall ich eigentlich schon wieder? achja… es ging drum, dass das wochenende langsam antanzen koennte. und darum, dass ich momentan wieder mal keinen bock zum bloggen habe. in gedanken hab ich 30 posts fertig gestellt, die ich alle innerhalb des naechsten monats gerne veroeffentlichen wuerde – wenns sie denn gaebe. hmm, wenns nicht geht, gehts halt nicht (was das eigentlich fuern satz – natuerlich gehts nicht, wenns nicht geht).
wir warn in letzter zeit gut besucht bzw. hatten viel zu tun und der winter kommt ja noch schnell genug. sind eigentlich draussen heute nur 15 grad? was is das denn… naja, hauptsache, es wird freitag. morgen isses endlich soweit- ich wuerde morgen beim wecker klingeln jubeln, aber da ich erst wach werde, nachdem mich mein auto zur arbeit gefahren hat, wird das nix werden.
montag is kollege m. wieder da und das finde ich sehr gut. die 400 tickets warn uebrigens gelogen. wir stehen scheisse da, aber nich sooo scheisse – alles beim alten also, mach dir keine sorgen. jemand hat sich die haare rot gefaerbt – du wirst dich freuen. generell sollten wir uebrigens wieder ueber: kollege m. – projekte nachdenken. du hast diese kategorie hier immer gut gefuellt.
arbeit stinkt heute und es soll mal langsam feierabend sein. logbucheintragendeaus.
Posted on August 28th, 2007 by delijha.
Categories: kram.
via: Patsy Jones
ich hab keinen plan, wer die meisten der frauen ueberhaupt sind…. vor nem jahr hatte ich noch viel aehnlichkeit mit kirsten dunst, drew barrymore und david hasselhoff… ich weiss echt nich, was besser is. schlimm alleine, dass dieses foto schon ziemlich alt is, alle anderen wollte er aber nich mal als gesichter erkennen – ich mach mir sorgen. mal sehen, viell. hab ich noch ein aktuelles zuhause, was er erkennt und auf dem ich nich gucke, wie ein dackel. schwarz/weiss geht scheinbar gar nicht….. alle aktuellen fotos, die ich hier auf meiner “thats me” seite haben, funzen uebrigens gaaar nicht!
| http://www.myheritage.com |
Posted on August 22nd, 2007 by delijha.
Categories: cinematic.
wir haben den film gestern abend gesehen und ich war vorher sehr gespannt drauf. ich habe selbst in der ddr gelebt, auch wenn ich jung war, hab ich doch vieles was dort im film gezeigt wurde, miterlebt. freunde, die sich als spitzel rausstellten. wohnungen die verwanzt waren. leute, die nicht mehr aufgetaucht sind. als kind war das nur eins: gruselig.
meine mutter bleute mir regelmaessig ein, dass ich nichts, was ich manchmal hoerte, wenn meine eltern vom ausgehen heimkamen, irgendwo erzaehlen durfte. mein vater war schon manchmal frustriert und wetterte gegen das system – gerade wenn er angetrunken war. da meine eltern mich da frueh genug aufklaerten, dass menschen schon wegen weniger verschwunden sind, hielt ich penibel meine klappe. ich weiss noch, einmal auf einer familienfeier, waere mir beinahe ein satz ueber onkel erich rausgerutscht: “papa sagt auch immer onkel erich……” – eiskaltes schweigen machte sich breit und ich verstummte schlagartig.
nun soll das alles nicht so horrormaessig klingen, denn nichts desto trotz war die ddr keine schlechte welt fuer uns. uns gings gut und ich verlebte eine tolle kindheit.
der beigeschmack als kind war allerdings immer da.
es gab da diese heimlichen treffen meines vaters mit freunden, bei denen dann musikplatten aus dem westen rumgezeigt und gehoert wurden, skatrunden stattfanden, wo es nette erotikmagazine von drueben zu gewinnen gab und und und…. das alles wurde irgendwann zum ende der ddr auch eingestellt, weil man gerade zum ende hin davon ausgehen konnte, dass fast jeder irgendwie behelligt wurde. einen tag durchsuchten meine eltern dann auch die ganze wohnung nach wanzen und bedeuteten mir, als ich reinkam, mit dem finger, still zu sein und nichts zu sagen. mir war das zu unheimlich und ging wieder raus und fuhr zu meinem besten freund.
das leben der anderen ist ein guter film. ulrich muehe als gerd wiesler ist geradezu fantastisch. der film ist still und eindringlich und laesst einem am ende denken, man haette eine art dokumentarfilm gesehen (ich weiss nicht, wie das fuer westdeutsche ist, ich kannte ja vieles davon).