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Posted on May 28th, 2008 by delijha.
Categories: deli-at-work, gruebeln.
da bin ich mal wieder. mir is schon klar, dass dieser blog mittlerweile total verwaist wirkt und ich auch noch die letzten 3 stammleser vertrieben habe… aber nunja, dann schreib ich wieder mal nur fuer mich. kann ja auch mal ganz schoen sein. die besten themen, ich wiederhols gerne immer wieder, warn ja eh immer die, wo ich einfach drauf los schrieb.. alles was vorher stundenlang im kopf durchgekaut wurde, wurde immer schrecklicher, wenn mans dann noch aufgeschrieben hat.
ich meine, was will ich eigentlich gerade sagen? schreiben? … eigentlich bin momentan nur von einer sachen richtig angekotzt – aber die is auch so dick, die sache, dass die meinem dicken zockerarsch konkurrenz machen kann.
mir is bewusst, dass hier vielleicht auch der ein oder andere kollege liest – auch wenn er kein M. hinter dem kollege hat, aber eigentlich is mir das auch schnurz, denn ich werde hier eh niemanden namentlich denunzieren… eigentlich bin ich das ganze thema eh leid. hier wird am freitag jemand aus der firma gehen. nix ungewoehnliches, denn dieses tolles aufstrebende, kapitalistische, uramerikanische unternehmen, dass den ganz grossen amerikanischen traum vorgelebt hat und mitten drin steckt im hippen internetgeschaeft, in dem nur junge, total dynamische menschen mit sozial einwandfreiem hintergrund arbeiten… die geld fuer bionade, teure clubs und dunkles parkett ausgeben… dieses verdammt geile unternehmen, betreibt still und leise mitarbeiterabbau. heisst natuerlich anders… aber egal.
der, der freitag gehen wird, wird im zuge dessen gleich mal entsorgt… naja, er nervte halt. man kam nich mit ihm zurecht. naja, der chef halt nicht… und dann is ja da auch noch diese mitarbeiterin, die erst recht nicht mit im zurecht kam. dann sind natuerlich wir… der kollege m. und ich… ja und auch vielleicht noch 2 bis 10 andere leute, die im grossen und ganzen immer gut klar kamen mit ihm. im grossen und ganzen: mehr is doch auch nicht noetig.
ich sag jetzt mal, ich bin hier auf der arbeit und ich kann jetzt mal phrasen ausm mund katapultieren, da bluten euch die ohren:
“ich muss hier ja keinen heiraten.” “wie unprofessionell is das denn….!” uswusf…
brechkotzwürg ist aber eigentlich das einzige was ich sagen will. ich trau leuten immer viel zu, aber das man soweit geht und aus persoenlichen gruenden, weil man nicht mit jemandem zurecht kommt (besagte kollegin), luegt und aufstachelt, is schon ein ding – wenn dann aber noch der eigene chef mit einsteigt und voellig vergisst, dass er da die wirtschaftliche existenz von jemandem bedroht, dann noch verlangt, dass ich z.b. freundlich nickend auf seiner seite stehe, hoerts ja eh schon auf. man koennte ja den weg gehen und schauen, ob beide seiten eventuell schuld sind? ach nee, halt – ich vergass ja: sie ist ja total in ordnung und er is das nervsack – das reicht ja. nun ist es soweit gekommen und die person ist durch woechentlich wiederkehrende gespraeche dazu gedraengt worden, in beiderseitigem einverstaendnis die firma zu verlassen und das wird auch noch mit geld schoen geredet.
der chef steht neben mir und grinst: “nun haben wir alle unsere ruhe”. ich stelle die frage: “was passiert mit mir, wenn du mich mal nich mehr so knorke findest?”
eigentlich hab ich keinen bock mehr drueber zu schreiben, ganz ehrlich. geht ja nich nur um mich. das integritaet hier immer schon hinter heuchelei anstand, ist mir nicht erst jetzt bewusst geworden – aber wie wenig ich damit leben kann und wie ich seit monaten immer unzufriedener werde, weil ich teil des ganzen bin, wurde mit gestern bei einem der tollen meetings bewusst.
edit: krank ist uebrigens, wenn besagte kollegin dann mit ner abschiedskarte und nem bedauerndem laecheln rumgeht und geld einsammelt fuer ein abschiedsgeschenk. habe ihr beides entrissen.