down by the sea

Posted on September 3rd, 2009 by delijha.
Categories: traumfabrik.

Das ging wieder ab letzte Nacht….

Erst traf ich Fry und fragte ihn, ob er hier in dieser Unterwasserstadt auch schon diese Riesenkraken gesehen hatte, die einem, wenn man sie mit einem Stock piekste, den Kopf abbeißen wollten. Wir schwammen dann eine Weile vor uns hin und ueberlegten, was das wohl fuer ein Gewässer wäre….ich konnte mich echt an nix erinnern. Eben ging ich noch durch Berlin, plötzlich war ich unten im Wasser. Noch ganz in meine Überlegungen vertieft, kam Bender daher und motzte rum, dass er Öl bräuchte, sonst würde er rosten. Man, der zeterte vielleicht.

Wir sind dann los, um Öl zu suchen. Als wir in die Stadt wollten, hielt uns ein Pförtner auf und ich bin mir sicher, es war Stanislaw Lem. Er pöbelte uns an, endlich alle unser Roboterkostüm wieder anzuziehen, aber wir hatten keins dabei. Naja, wir ließen eine Kuckucksuhr als Pfand da und durften rein.

Drinnen schnappten wir uns den nächstbesten Riesenkraken und pumpten Öl aus einem Krakenarm… mit dem Gefühl gerade von einem Krakenarm gewürgt worden zu sein, wachte ich dann völlig bedröppelt auf.

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nicht mehr da

Posted on September 2nd, 2009 by delijha.
Categories: gruebeln.

Manchmal vermisse ich ihn. Unsere Leben entwickelten sich nicht in die gleiche Richtung – nicht mal in eine Aehnliche. Ich hatte sogar das Gefuehl, sein Leben wuerde sich gar nicht bewegen. Das er erstarrt war. Er wollte nichts mehr von sich erzaehlen, lachte manchmal hohl, wenn wir uns unterhielten, als waere es ihm peinlich, dass er nichts beizutragen hatte.

Mir machte das nichts aus. Lange machte es mir nichts aus. Wenn man Ruhe findet und ueber Freundschaften nachdenkt, kann sich einiges aendern. Ich musste nie nachdenken, denn er war ja immer da gewesen. Unvorstellbar, warum er einfach nicht mehr da sein sollte.

Irgendwann fand ich Ruhe und vor Allem fand ich heraus, dass er eigentlich gar nicht mehr da war. Schon seit einigen Jahren war er eigentlich nich mehr da. Selbst wenn wir uns sahen, war er nicht da. Ewig hatte ich ihn nicht gesehen. IHN. Das war eine erschreckende aber auch beruhigende Erkenntnis. Denn auf ihr konnte ich die Entscheidung aufbauen, begruenden und fuer mich absegnen: Ich werde mich nicht mehr melden.

Melden war eh schon immer so ein Thema gewesen. Ich rief ihn an oder S. rief ihn an. Ob man sich nicht mal wieder treffen wollte. Wollte man, bestaetigte er immer wieder. Dann war er da. Hohl, leer, aber immer noch mit der gleichen Huelle des lieben Freundes, den ich doch so lange schon kannte.

Ich meldete mich nicht mehr. Heute kommt mir in den Sinn. Wenn jemand nicht mehr da ist, kann man auch nicht erwarten, dass er sich meldet. Vielleicht haette ich ihn zurueck holen muessen. Ihn irgendwo abholen muessen, wo er zwischendurch stehen geblieben ist. Der liebe Freund, den ich doch so gut kannte, der immer da war, der mir gut tat.

Oft frage ich S. oder umgekehrt, ob wir das richtig gemacht haben. Es sollte keine Genugtuung sein, den Kontakt abzubrechen. War’s am Ende aber schon, denn wenn man so oft auf einen Anruf wartet, selbst wenn dieser nur das Wohlbefinden abfragen will – auf ein kleines Zeichen, dass zeigt, dass die Freundschaft wichtig ist, dann hofft man am Ende doch nur, dass der Andere endlich das Gleiche fuehlen wird.

Jetzt bin ich mir nicht mehr sicher: Wenn jemand gar nicht mehr da war, wie soll er dann merken, dass er allein ist.

Auszugsweise kam dieser Freund schon in diesem Beitrag vor... damals.

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