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Posted on September 2nd, 2009 by delijha.
Categories: gruebeln.
Manchmal vermisse ich ihn. Unsere Leben entwickelten sich nicht in die gleiche Richtung - nicht mal in eine Aehnliche. Ich hatte sogar das Gefuehl, sein Leben wuerde sich gar nicht bewegen. Das er erstarrt war. Er wollte nichts mehr von sich erzaehlen, lachte manchmal hohl, wenn wir uns unterhielten, als waere es ihm peinlich, dass er nichts beizutragen hatte.
Mir machte das nichts aus. Lange machte es mir nichts aus. Wenn man Ruhe findet und ueber Freundschaften nachdenkt, kann sich einiges aendern. Ich musste nie nachdenken, denn er war ja immer da gewesen. Unvorstellbar, warum er einfach nicht mehr da sein sollte.
Irgendwann fand ich Ruhe und vor Allem fand ich heraus, dass er eigentlich gar nicht mehr da war. Schon seit einigen Jahren war er eigentlich nich mehr da. Selbst wenn wir uns sahen, war er nicht da. Ewig hatte ich ihn nicht gesehen. IHN. Das war eine erschreckende aber auch beruhigende Erkenntnis. Denn auf ihr konnte ich die Entscheidung aufbauen, begruenden und fuer mich absegnen: Ich werde mich nicht mehr melden.
Melden war eh schon immer so ein Thema gewesen. Ich rief ihn an oder S. rief ihn an. Ob man sich nicht mal wieder treffen wollte. Wollte man, bestaetigte er immer wieder. Dann war er da. Hohl, leer, aber immer noch mit der gleichen Huelle des lieben Freundes, den ich doch so lange schon kannte.
Ich meldete mich nicht mehr. Heute kommt mir in den Sinn. Wenn jemand nicht mehr da ist, kann man auch nicht erwarten, dass er sich meldet. Vielleicht haette ich ihn zurueck holen muessen. Ihn irgendwo abholen muessen, wo er zwischendurch stehen geblieben ist. Der liebe Freund, den ich doch so gut kannte, der immer da war, der mir gut tat.
Oft frage ich S. oder umgekehrt, ob wir das richtig gemacht haben. Es sollte keine Genugtuung sein, den Kontakt abzubrechen. War’s am Ende aber schon, denn wenn man so oft auf einen Anruf wartet, selbst wenn dieser nur das Wohlbefinden abfragen will - auf ein kleines Zeichen, dass zeigt, dass die Freundschaft wichtig ist, dann hofft man am Ende doch nur, dass der Andere endlich das Gleiche fuehlen wird.
Jetzt bin ich mir nicht mehr sicher: Wenn jemand gar nicht mehr da war, wie soll er dann merken, dass er allein ist.
Auszugsweise kam dieser Freund schon in diesem Beitrag vor… damals.
Posted on February 9th, 2009 by Kollege M..
Categories: gruebeln, kollege m., gastbeitraege.
Grade hatte ich meinen iPod in der Hand und wollte die den aktuellen Dittsche Podcast vorspulen.
Am Wochenende hatte ich nämlich an Mutters altem Röhrenradio von 1961 rumgebastelt ( Vielen Dank an dieser Stelle an die Kollegen vom Dampfradioforum )
Na, jedenfalls fielen mir da meine kindlichen Bastelarbeiten an Mutters Tonbandgerät ein und da fiel es mir wie Schuppen von den Augen .
Vorspulen..zurückspulen…kann, ja DARF man das eigentlich noch sagen ?
HEUTE ?
Spulen, das kommt doch von Spule-Band-Kasette.
(für die jüngeren Leser, das waren die urzeitlichen MP3/Video Speichermedien aus dem letzten Jahrhundert.)
Damals wurden Musik, Daten und Filme auf magnetischen Bändern aufgezeichnet, die auf SPULEN aufgewickelt waren.
Später wurden diese Spulen in KASETTEN verpackt, das machte die Sache handlicher.
Vernuddeln oder Leiern inklusive.
Dennoch musste man diese Bänder wirklich spulen, um zur gewünschten Stelle zu gelangen.
Video BÄNDER aus der Videothek musste man vor Zurückgabe sogar immer zurückspulen, sonst drohte Strafzahlung.
Eine harte Zeit, die sich heute kaum noch einer vorstellen kann.
Inzwischen liegen die Daten ja auf Festplatten oder gleich im Flashspeicher, man hat also an sich ganz fixen Zugriff auf jede gewünschte Stelle.
Da gibt’s also keine Spulen mehr, dennoch hält sich diese veraltete Begrifflichkeit hartnäckig.
Ich trau mich inzwischen kaum noch, bei meinem Festplattenreceiver vorzu”spulen”, weil das Wort die Sache doch gar nicht richtig beschreibt !
Helft mir !
Also, was haben wir da an Begriffen die eines aktuellen Ersatzes bedürfen ?
-Vorspulen
-Zurückspulen
-Bandsalat…okok, gibt’s ja gar nicht mehr.
Irgendwelche Vorschläge, mit denen ihr in die Analen der Wortschöpfung eingehen wollt ?
Posted on July 23rd, 2008 by delijha.
Categories: photos, gruebeln.
bastiH wieder, ey! waehrend meiner bloggerischen verrottungsphase kann ich mich wohl langsam drauf verlassen, dass es basti es is, der mich zumindest soweit bringt, mal das suchfeld in meinem blog zu bedienen, um nach altem content suchen, der mir passend erscheint fuer bastis aktuellstes thema. kinderfotos. peinlich hin oder her - ich hab schon mal welche geposted, zusammen mit nem text ueber kindertage.
ich will das jeder, der das jetzt hier grad lesen kann, das liest. ich weiß auch, dass das vermutlich nur googlebots, spambots, searchbots, bots im allgemeinen und speziellen und leute sind, die in der internetbildersuche: “fkk” eingegeben haben.
mir egal —> klickt DAAAAAAAAAAAAAAAAAAA
(uebrigens, nur so nebenbei, sind die bilder so komisch, weil ich damals, vor 2 jahren, ein voellig anderes theme hatte, kein bilder plugin und generell total am arsch war)
edit: scheiße!!! mir faellt grad ein - ich muss zuhause nochmal suchen. es gibt ein scheiße peinliches foto von mir von ner tschechei (CSSR damals!)-klassenfahrt. das war/ist der knaller. ossialarm!
Posted on June 17th, 2008 by delijha.
Categories: gruebeln.
nun hat mich was zum schreiben gebracht. ein thema, dass ich gedanklich schon wieder viel zu oft durchgekaut habe…letztens erst besprochen habe. dabei faengts damit eigentlich schon an. sprechen. einfach mal wieder die fresse halten, waere naemlich besser.
ich weiss nich, wo ich anfangen sollte. vielleicht bei frueher und wie man sich so weiter entwickelt. frueher war ich extrovertiert, frueher hab ich gerne viel show gemacht, hoffentlich war ich dabei immer charmant und nie arrogant. ich hab nie das falsche gesicht davor geschoben, war nie aufgesetzt - hab mir dadurch auch nicht immer freunde gemacht. kommt nicht gut an, wenn man immer sagt, was man denkt. vieles sagt man auch, weil man den gegenueber falsch einschaetzt, weil man ihm zuviel zutraut. weil man denkt, er koenne viel einstecken.
egal. ich konnte auch gut zuhoeren. immer schon. immer schon, dachte ich auch, ich waere psychisch unheimlich stark und koennte bis ins unendliche input vertragen. sorgen von freunden hier, probleme fremder da und immer konnte ich sagen: redet nur, ich hab selbst ja keine, also helf ich euch gerne. weiss gar nicht, wohin mit meinem ganzen positiven karma. vielleicht dachte ich also auch, ich koenne selber viel einstecken. kann ich aber nicht. oder nicht mehr. weiss ich gar nicht, ehrlich gesagt. die vergangenheit verwischt ja so - ich definiere (kotz) mich auch lieber jetzt …was war, kommt ja eh nicht wieder und wenn ich mich nicht entwickelt haette, wuerde ich schon maechtig ins gruebeln kommen.
wo warn wir? ich konnte also zuhoeren….
und sie redeten und redeten und redeten. man bekommt das gefuehl, die ganze welt besteht nur noch aus problemen. ich will hier jetzt nicht gross reden - ich bin kein samariter, ich fuehlte mich oft als hobbypsychologe, der staendig rumanalysieren sollte fuer andere. irgendwann dachte ich dann sogar, ich muesse unbedingt psychologie studieren.
ich sags euch an dieser stelle ganz offen: ich will nichts mehr hoeren. gar nichts mehr. am liebsten sind mir heute leute, die die klappe halten. die sich nicht so wichtig nehmen. deren leben sich nicht seit 10 jahren im kreis dreht und wenn doch: sie es kapiert haben, den mund halten und/oder professionelle hilfe in anspruch genommen haben. eigentlich bin ich introvertiert und seit ich begriffen habe, dass die meisten worte eh nur ungehoert verpuffen, bin ich auch still.
ich kann immer noch die ganz grosse show machen, ich kann reden wie ein wasserfall - gluecklich bin ich dabei nicht mehr. die schoenen momente, sind die stillen momente.
heutzutage sind mir die liebsten freunde, die, die es ueber die jahre geschafft haben. einige blieben auf der strecke. gerade vor nicht soo langer zeit musste ich mir eingestehen, dass mich mit einem alten freund nichts ausser der vergangenheit verbindet. das ist nichts schlechtes. naja, es ist ganz einfach so, dass ueber gottunddieweltreden auch fuer bekannte reicht, ein freund sollte einen auch am eigenen leben teilhaben lassen bzw. interesse am leben des anderen haben. pauschal gesagt, denn darum gehts hier gerade nicht.
einige haben es ueber die jahre geschafft. da kann ich unbeschwert sein, da kann ich die klappe halten. da wird nicht gefragt, ob was is, wenn ich mal 10min den rand halte und mal nicht die spasskanone spiele.
ich rede uebrigens auch sehr viel. nicht, dass nun ein falsches bild entsteht. ich versuche mir nur die bedeutungsleeren worte zu sparen. ich flippe dann meistens gerade komplett aus und fluche in sprachen, die ich nie sprechen gelernt habe. ansonsten bin ich auch gerne ansprechbar, wenn um massenmoerder, den roten knopf, verschwoerungstheorien, horrorfilme, pornos, musik und mundgeruch, geht. man sollte sich auch unbedingt ueber leute, die viel im fahrstuhl reden, unterhalten. darueber kann man wirklich 14 stunden am stueck reden…aber das is wieder ein anderes thema.
misanthroperweise habe ich im moment keine lust, neue menschen kennenzulernen. zumindest lege ich es nicht drauf an. wenn man zufaellig irgendwo auf neue leute trifft, weil man sich mit freunden/bekannten trifft, sind mir die nicht unbedingt unsymphatisch, sie sind einfach nur laut, reden viel, wirken wie aufgeregte huehner… und ja, so arrogant es klingt: sie wirken oberflaechlich. wenn sich einmal einer meiner blicke mit jemandem treffen wuerde, der ebenso vorsichtig beobachtet, die leute sondiert, ich wuerd ich mich zu ihm stellen und die fresse halten. danach wuerd ich nach hause gehen und koennte mir sicher sein: ja, es gibt noch menschen, die einfach nur existieren. die nicht staendig ueber sich reden wollen, nicht staendig ihre lebenserfahrung auf die teppiche anderer kotzen wollen, ihre coolness und den naechsten hippen scheiss direkt vor sich her tragen.
ich kann die welt nicht durch meine gerede retten. ich kann die leben von freunden nicht durch reden in die hand nehmen. ich kann ihnen zuhoeren und schweigen und ich kann sie in den arm nehmen. mehr moechte ich, um meines eigenen seelenfriedens, nicht mehr tun. dazu bin ich faehig, darin bin ich gut. fuer alles andere gibt es das internet.
und nein @Kollege M. - du faellst auch raus. du drehst dich auch im kreis, oefter. manchmal. aber ich rede trotzdem sehr gerne mit dir.
danke bastiH - das ist deine schuld jetzt ;)
Posted on May 28th, 2008 by delijha.
Categories: deli-at-work, gruebeln.
da bin ich mal wieder. mir is schon klar, dass dieser blog mittlerweile total verwaist wirkt und ich auch noch die letzten 3 stammleser vertrieben habe… aber nunja, dann schreib ich wieder mal nur fuer mich. kann ja auch mal ganz schoen sein. die besten themen, ich wiederhols gerne immer wieder, warn ja eh immer die, wo ich einfach drauf los schrieb.. alles was vorher stundenlang im kopf durchgekaut wurde, wurde immer schrecklicher, wenn mans dann noch aufgeschrieben hat.
ich meine, was will ich eigentlich gerade sagen? schreiben? … eigentlich bin momentan nur von einer sachen richtig angekotzt - aber die is auch so dick, die sache, dass die meinem dicken zockerarsch konkurrenz machen kann.
mir is bewusst, dass hier vielleicht auch der ein oder andere kollege liest - auch wenn er kein M. hinter dem kollege hat, aber eigentlich is mir das auch schnurz, denn ich werde hier eh niemanden namentlich denunzieren… eigentlich bin ich das ganze thema eh leid. hier wird am freitag jemand aus der firma gehen. nix ungewoehnliches, denn dieses tolles aufstrebende, kapitalistische, uramerikanische unternehmen, dass den ganz grossen amerikanischen traum vorgelebt hat und mitten drin steckt im hippen internetgeschaeft, in dem nur junge, total dynamische menschen mit sozial einwandfreiem hintergrund arbeiten… die geld fuer bionade, teure clubs und dunkles parkett ausgeben… dieses verdammt geile unternehmen, betreibt still und leise mitarbeiterabbau. heisst natuerlich anders… aber egal.
der, der freitag gehen wird, wird im zuge dessen gleich mal entsorgt… naja, er nervte halt. man kam nich mit ihm zurecht. naja, der chef halt nicht… und dann is ja da auch noch diese mitarbeiterin, die erst recht nicht mit im zurecht kam. dann sind natuerlich wir… der kollege m. und ich… ja und auch vielleicht noch 2 bis 10 andere leute, die im grossen und ganzen immer gut klar kamen mit ihm. im grossen und ganzen: mehr is doch auch nicht noetig.
ich sag jetzt mal, ich bin hier auf der arbeit und ich kann jetzt mal phrasen ausm mund katapultieren, da bluten euch die ohren:
“ich muss hier ja keinen heiraten.” “wie unprofessionell is das denn….!” uswusf…
brechkotzwürg ist aber eigentlich das einzige was ich sagen will. ich trau leuten immer viel zu, aber das man soweit geht und aus persoenlichen gruenden, weil man nicht mit jemandem zurecht kommt (besagte kollegin), luegt und aufstachelt, is schon ein ding - wenn dann aber noch der eigene chef mit einsteigt und voellig vergisst, dass er da die wirtschaftliche existenz von jemandem bedroht, dann noch verlangt, dass ich z.b. freundlich nickend auf seiner seite stehe, hoerts ja eh schon auf. man koennte ja den weg gehen und schauen, ob beide seiten eventuell schuld sind? ach nee, halt - ich vergass ja: sie ist ja total in ordnung und er is das nervsack - das reicht ja. nun ist es soweit gekommen und die person ist durch woechentlich wiederkehrende gespraeche dazu gedraengt worden, in beiderseitigem einverstaendnis die firma zu verlassen und das wird auch noch mit geld schoen geredet.
der chef steht neben mir und grinst: “nun haben wir alle unsere ruhe”. ich stelle die frage: “was passiert mit mir, wenn du mich mal nich mehr so knorke findest?”
eigentlich hab ich keinen bock mehr drueber zu schreiben, ganz ehrlich. geht ja nich nur um mich. das integritaet hier immer schon hinter heuchelei anstand, ist mir nicht erst jetzt bewusst geworden - aber wie wenig ich damit leben kann und wie ich seit monaten immer unzufriedener werde, weil ich teil des ganzen bin, wurde mit gestern bei einem der tollen meetings bewusst.
edit: krank ist uebrigens, wenn besagte kollegin dann mit ner abschiedskarte und nem bedauerndem laecheln rumgeht und geld einsammelt fuer ein abschiedsgeschenk. habe ihr beides entrissen.