You are looking at posts in the category maerchenwolken.
| M | T | W | T | F | S | S |
|---|---|---|---|---|---|---|
| « Jun | ||||||
| 1 | 2 | 3 | 4 | |||
| 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 |
| 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 |
| 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 |
| 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | |
Posted on September 7th, 2007 by delijha.
Categories: maerchenwolken.
wenn sie in richtung bibliothek gegangen waere, haette sie ihn nicht getroffen. sie beeilete sich, die hose wieder zu zuknoepfen und moeglichst unauffaellig aus dem damenklo zu entschwinden, das er kurz vor ihr verlassen hatte.
sie steckte sich die kopfhoerer ins ohr und horchte. nichts.
da war einfach nichts. dabei sollten genaue anweisungen in ihr ohr dringen. sie klopfte gegen das kleine ohrstueck, als wuerde das irgendwas bringen. sie setzte den rucksack auf und folgte dem strudel menschen, der auf die hauptstrasse drang.
Posted on August 31st, 2007 by delijha.
Categories: buecherwahn, maerchenwolken.
ich bin regelrecht erschrocken vor ein paar minuten. ich wuerde von mir behaupten, dass ich ein ziemlich realistisch denkender mensch bin. ich bin zwar oftmals impulsiv und leicht zu begeistern fuer (vermeintlich) grosse ideen, aber genauso schnell rufe ich mir auch wieder die realitaet ins gedaechtnis. das dann immer eine art wehmut bleibt, nicht der draufgaenger zu sein und nicht der risikomensch zu sein, nervt mich etwas, aber hat mich sicher auch schon vor unheil bewahrt.
ich schwafel schon wieder… wie ueblich.
was mich erschrocken hat, ist etwas, was ich einem blog gelesen habe. letztens hab ich ja schon berichtet, dass ich durch zufall auf den ersten teil der “chroniken der anderwelten” gestossen bin und regelrecht fasziniert war. die faszination haelt bis heute an und obwohl ich mir weitere amazon-bestellungen selbst verboten habe, weil mein SuB (stapel ungelesener buecher) epische ausmasse annimmt, muss ich einfach die anderen teile bestellen.
zumindest bin ich so auf den blog des authors gestossen und lese schon seit gestern immer mal wieder. gefesselt hat mich gerade jener eintrag: Inspiration.
ein paar mal nickte ich in gedanken und spaetestens bei folgendem abschnitt dachte mir: wie? es geht noch jemandem so? gibts noch mehr von uns? sind viele von dieser unruhe getrieben?
“Die Welt, die ich derzeit am meisten liebe, ist die Welt der epischen Fantasy. Zwar lese ich Martin lieber als Tolkien, weil ersterer den besseren Plot und die besseren Charaktere hat, aber Tolkiens Welt ist der meinen näher. Elfen, Zwerge, Drachen und andere magische Kreatürlichkeiten haben es mir angetan. Verwunschene Schlösser, in denen Prinzessinnen auf ihre Rettung warten, geheimnisvolle Wälder die tausend Gefahren in sich bergen ebenso wie hilfreiche Feen und Geister. Wenn es mir in der realen Welt schlecht geht, wird diese Welt in mir stärker. Gelegentlich wird sie gar übermächtig. Es ist ein seltsames Gefühl, es ist wie Heimweh. Als gehörte ich gar nicht hierher. Was natürlich Unsinn ist. Aber der Druck ist da. Bedrückung, wie eine offene Wunde. Sehnsucht nach Heimat und Frieden.”
Quelle: Inspiration
ich hab mich oft gefragt, wo dieses gefuehl herkommt – ich kann es auch nicht anders beschreiben – als waere man in die falsche zeit oder welt geboren. manchmal sieht man unklar, seine “richtige” welt vor dem inneren augen vorbeihuschen, mitten im alltag. dann entgleitet sie einem wieder sofort. mir geht es meist nicht schlecht, wenn dieses “fernweh” kommt, es ist eher, wenn ich rastlos durch stress bin, dieses “die welt ist ungerecht”-gefuehl habe oder aber so gluecklich und entspannt bin, dass der verstand fliegen koennte.
ich vermute, dieser eintrag hier, wird mich endgueltig zum freak abstempeln, aber die dinge sind, wie sie sind. ich hab ein fantasymonster in mir und es wurde direkt freigelassen, als ich mich in den 90ern entschied, erstmal genug horror gelesen zu haben (es gab nichts mehr, was einen noch irgendwie ueberraschen konnte). ich las fantasy und spielte mein erstes fantasy pc game. bis heute hab ich beides beibehalten, obwohl ich fuers spielen nicht mehr soviel zeit habe und auch dieses phantastische gefuehl, dass ich beim ersten erstellen meiner elfen zauberin hatte, lange nicht mehr so intensiv ist, wie damals. zum lesen nahm ich mir nicht mehr soviel zeit. der drang zum buecher kaufen blieb allerdings ueber all die jahre. es ist irgendwie so ein befriedigendes gefuehl, neue buecher in der hand zu halten, mit neuen welten, in denen ich mich irgendwie zuhause fuehlen kann. klingt strange, aber ich kann es einfach absolut nicht besser erklaeren.
die letzten wochen habe ich vermehrt gelesen und wieder gemerkt, wie es mich inspiriert. wie es mich an mein “buch” denken laesst. ich denke mit scham zurueck: ich war 15 und schrieb 100 seiten, legte das “skript” dann fuer 2 jahre beiseite. ich fand mich laecherlich. zu jung, zu dumm, zu unerfahren. und ich hatte angst. angst, ungewollt irgendwo abzukupfern, unlogisch zu werden, kein sprachtalent zu haben – mehr von mir zu halten, als ich eigentlich bin (bin mit grossen ego ausgestattet, hehe). nach 2 jahren las ich das ding nochmal durch und war mir sicher, mich selbst zu belaecheln (ich kenn das, wenn ich mir tagebuecher von frueher durchlese, es befaellt einen eine art scham vor sich selbst) – nichts der gleichen passierte – ich war sofort wieder drin, spann weiter und war gerade zu fiebrig.
half trotzdem nix. bis heute bleibt der gedanke, es nicht schaffen zu koennen ( immer noch: zu jung, zu dumm, zu unerfahren). an den regeln zu scheitern, an mir selbst zu scheitern. nich mehr so kreativ zu sein wie frueher. immer wieder der punkt: gabs das nich alles schon? man sitzt da und der kopf haelt die eigene kreativitaet gefangen. man guckt quasi von aussen zu, wie sie da drin hockt und langeweile schiebt, ungeduldig wird und dann verdraengt man sie wieder.
peter lancester hat mich mit “das blaue portal” dann wieder drauf gebracht, dass man was voellig neues erschaffen kann. wie gesagt, ich kenn tonnenweise fantasy, aber das ist einfach phaenomenal anders… auf irgendeine art und weise.
ist es also doch machbar? hmmm… ich weiss es nicht. man versteckt sich hinter dem alltag: zuviel zu tun, zu wenig zeit und am ende sind es doch die selbstzweifel, das nicht so hinzubekommen, wie mans gerne haette (wie andere es wollen) – nicht zu wissen, wo man anfangen soll (recherche usw gehoert halt einfach dazu) und zu der erkenntnis zu gelangen, dass das baby einfach zu gross fuer einen ist.
mal davon abgesehen, dass die 100 seiten, die bei meinen eltern auf dem dachboden liegen, horror sind… ziemlich morbide. ich wuerd das heute nicht mehr schreiben – oder doch?
Posted on June 11th, 2007 by delijha.
Categories: maerchenwolken.
…als hier!
warm, heiss, viel arbeit, hitzefrei will…!
Posted on June 2nd, 2007 by delijha.
Categories: gehirnmessie, maerchenwolken.
ich mag ihn einfach nicht. ich fahre seltenst mit oeffentlichen verkehrsmitteln. ich weiss, eine schande und ein skandal in der heutigen zeit. hey, aber irgendwie will mein auto ja auch gefahren werden, wenns schon teuer bezahlt wird im monat. jaja und ich gebe zu, ich find auto fahren toll… ich kann musik hoern, die ich geil finde und singen und mit mir selber reden – bescheuert aussehen usw… ich befinde mich in MEINEM eigentum. das nur am rande….
ja jedenfalls gings mir heute morgen wieder auf. man muss ja nich mal in der u-bahn sitzen, oder sich in den katakomben auf nem bahnhof befinden – reicht ja schon, wenn man mal an solchen bodengittern vorbeikommt und aus ihnen der geruch emporsteigt. ich kann gar nicht sagen, was es is. es ist eine mischung aus dem gefuehl keine luft mehr zu bekommen, vermischt mit erinnerungen. erinnerungen an die nich soooo haeufigen (aber regelmaessigen) ausfluege mit meiner mutter nach berlin, als ich klein war.
berlin war damals fuer mich ein moloch – natuerlich kannte ich als kind den begriff “moloch” noch nicht, aber heute beschreibt es das ganz gut. alles war riesig und alles war irgendwie stinkig. okay, war ja auch osten und es wurde eh immer erzaehlt dass hinter dem goldenen zaun der dicken mauer, alles bunt, sauber und toll waere. okay, wahrscheinlich hatte meine kindlich-uebertriebene phantasie da was falsch verstanden, aber so sahs in meiner vorstellung nun mal aus (bonbons und matchbox-autos ueberall auf den buergersteigen verteilt).
der alexanderplatz war das einzige was ich toll fand damals… die weltzeituhr besonders. ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass es woanders nacht war, waehrend wir hier nachmittags um 3 eis aßen. der rest berlins bestand fuer mich irgendwie nur aus hochhaeusern und u-bahnen. da stank es halt immer so… es war stickig und nahm einem die luft zum atmen, wenn man die treppen runter zum bahnsteig ging.
wie es ja eigentlich immer mit bestimmten geruechen ist, versetzt mich eben jener u-bahn-geruch sofort in diese zeit zurueck und irgendwie dachte ich heute morgen, auf dem weg zum auto, als ich den geruch noch in der nase hatte (die gitter warn schuld), dass ich gern in berlin lebe, aber doch irgendwie ein kleinstadtkind bleibe. als kind haette ich niemals all die natur, die schrecklichen kuhscheissegerueche wunderbare landluft, die kleinen haeuser und das gefuehl jeden zu kennen, eintauschen wollen.
auf letzteres konnte ich allerdings schon so mit 14 verzichten, als meinen eltern berichtet wurde, dass ich rauchend irgendwo gesehen wurde….und ueberhaupt, wenn man “erwachsen” wurde, wurde einem die kleinstadt schnell zuviel. nie hatte irgendwas auf, es gab ein kino, dass dann irgendwann zugemacht hatte… das naechste war weiter weg und da kam man ja schon mal gar nich gut hin, weil man hatte ja noch kein auto. die dorfdisco war toll- nicht toll war, dass quasi die maenner rotierend weitergereicht wurden – frauen natuerlich auch.
es gab einfach nüscht und dazu wurden auch noch die buergersteige um achte hochgeklappt!
aber zurueck zu kommen, einmal im monat oder auch mal am wochenende, ist toll. es gibt ja auch noch ne menge leute, die dort haengen geblieben sind. ich merk dann aber auch ganz schnell, dass sie zwar die gleichen geblieben sind, ich es aber nicht bin. man hat das gefuehl, sie wuerden sich immer noch in einem endlosen sandstrudel der zeit drehen und man selber haette quasi aeonen der entwicklung durchgemacht.
ungerecht und sicher nicht ganz richtig – die uhr tickt in einer kleinstadt nur ganz anders (das versuch ich mir immer wieder klar zu machen).
Posted on May 28th, 2007 by delijha.
Categories: its a beautiful day!, maerchenwolken, photos.
…dieses pfingstwochenende…
samstag theater. ein guter freund hatten einen auftritt mit einem hoerspiel….